Dann beginnt die zweite Hälfte und damit der Horror: Nach getaner Arbeit taucht das verstörte Mädchen nachts schlafwandelnd im Motel auf, es mehren sich Anzeichen einer gewalttätigen Psychose, offenbar hervorgerufen durch Inzest und Missbrauch. Cottons Versuch, ärztliche Hilfe zu organisieren, scheitert an Sweetzers verbohrter Religiosität.
Gerade ist Abenteurerin Adèle aus Ägypten zurückgekehrt. Mitgebracht hat sie eine Mumie und die Hoffnung, dass mit deren Hilfe ihre Schwester aus dem Koma befreit werden kann. Denn Wiederbelebung scheint selbst nach Millionen Jahren möglich.
Tim bringt eines Abends Barry mit - und der hat das Potenzial, alle anderen in Sachen Idiotie zu übertreffen. Damit läuft er allerdings Gefahr, seine Verlobte zu erzürnen, die von der Idee alles andere als begeistert ist.
Britisches Proletarierelend ist hier kein Grund zu larmoyanter Sozialkritik und mitleidsvollem Blick auf ein dem Mittelschichtspublikum fremdes Universum, sondern Eintauchen in einen Strudel unkontrollierter Gefühle. In bester Ken-Loach- und Mike-Leigh-Tradition erzählt Arnold von sogenannten kleinen Leuten und ihren kleinen Kämpfen um das kleine Glück, vom alltäglichen zähen Ringen um Selbstachtung und Selbstbehauptung. Am Ende lässt sie einen Hauch von Hoffnung - auf ein Stück Identität, ein bisschen Leben und Lieben. Mehr als nur für den Moment.
Die Tragödie dieses Trottels, der ein großes Herz und nur Tims Glück im Auge hat, soll über Tim schließlich auch den Zuschauer berühren. Nicht einfach, weil man sich im Kino der Schadenfreude eigentlich nicht schämen sollte, sondern sich mit ihr, fern von political correctness, gut amüsieren könnte. Nicht einfach auch, weil Barry seinem neuen "Freund" mit gut gemeinten, aber desaströs endenden Aktionen die Beziehung und das Traumauto ruiniert, ihm eine Stalkerin und die Steuerbehörde auf den Hals hetzt.
Die 15-jährige Mia steckt unentwegt in Schwierigkeiten, wurde von ihrer Schule verwiesen und wird mittlerweile auch von ihren Freunden geschnitten.