Test BMW M3 Coupé

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  • Added: 23-Apr-08

Christina Surer präsentiert in der Motorshow TCS das neue BMW M3 Coupé.

Extérieur

Der neue M3 basiert auf dem 3er-Coupé, was äusserlich aber nur wenig auffällt. Von vorne wirkt er bullig, und die tief nach unten gezogene Schürze mit den breiten Lufteinlässen passt genau dazu. Beim Bau des M3 hat BMW die Gewichtsersparnis gross geschrieben: Die Motorhaube ist aus Alu, die Kotflügel aus Kunststoff und das Dach aus Karbon, was den Schwerpunkt nach unten verschiebt. Insgesamt konnte also viel Gewicht eingespart werden. Mit 1655 Kilogramm wiegt der M3 weniger als zum Beispiel der Audi RS4. Jede Pferdestärke muss so nur gerade 3,9 Kilogramm Masse bewegen.

Auch das Heck des M3 überzeugt durch Eleganz. Der Spoiler ist sehr dezent und fällt kaum auf. Ins Auge stechen dürften aber die vier Auspuffe: was vorne reingeht, muss ja auch irgendwo wieder raus. Auch für ein bisschen Gepäck hat der V8-Bolide Platz.



Intérieur

Im Innern geht es sportlich weiter, etwa mit dem Karbon-Look am Armaturenbrett. Auffallend bequem sind die Sportsitze von BMW, die gegen Aufpreis in der Breite verstellt werden können und auf Rennstrecken den nötigen Seitenhalt garantieren. Das Lenkrad ist ergonomisch geformt und sehr griffig. An weiteren Knöpfen können Motoren und Fahrwerkseinstellungen verändert werden. Ebenfalls wichtig für Rennfahrer: Das Ausschalten des ESP am dritten Knopf.

Technik
Der erste M3 aus den 1980er-Jahren hatte einen 2,3-Liter-Vierzylinder-Motor und leistete knapp 200 PS. Das war damals viel für ein Coupé. Richtig erfolgreich wurde der M3 aber erst mit dem nachfolgenden Reihen-6-Zylinder, der es bis zum Schluss auf knapp 350 PS brachte. Um mit dieser vierten Generation noch mehr Leistung zu bieten, wurde der alte Motor nicht aufgeladen, sondern durch einen V8 mit 4 Litern Hubraum ersetzt. Und dieser Motor besticht trotz grossem Hubraum nicht durch sein Drehmoment - das ist nämlich eher bescheiden (gut 300Nm) -, sondern vor allem seiner Drehfreudigkeit. Bis auf 8400 Umdrehungen darf man ihn raufjagen, wobei er extrem gierig am Gas hängt. Der Einfluss der Formel 1 bei BMW sticht hier also eindeutig durch.

Übrigens: Der Block des 8-Zylinders ist aus Aluminium und wiegt deshalb 15 Kilo weniger als der Reihen-6-Zylinder des Vorgängers. Diesen Motor gibt es nur mit einer manuellen

Sechsgangschaltung. Nach drei Generationen und mehr als 174'000 verkauften Fahrzeugen lief die Produktion des aktuellen BMW M3 im Jahre 2006 aus.



Fahrverhalten

Der M3 hat gegenüber seinem Vorgänger ein vollkommen neu konstruiertes Fahrwerk. Die Spur ist jetzt etwas breiter als früher. Kurven nimmt man so noch zügiger. Natürlich ist der tiefe Schwerpunkt dabei ein Vorteil. Grundsätzlich wurde bei der Konstruktion auf ein möglichst neutrales Fahrverhalten Wert gelegt. Beeindruckend beim M3 sind aber nicht nur seine Stabilität und seine Leistung. Auch die Bremsen werden mit sehr hohen Temperaturen fertig und verzögern das Vehikel auf einem Weg von nur 35 Metern von Tempo 100 bis zum Stillstand.


Fazit

Der BMW M3 ist ein Sportcoupé, das sich der Fahrfreude verschrieben hat. Trotz herausragenden Leistungsmerkmalen lässt er sich aber auch sanft bewegen und wird Motorsportbegeisterte problemlos überzeugen. Wer sich einen kauft, muss sich aber auch bewusst sein, dass dieser Sportler bezüglich Aufpreisliste, Verbrauch und Unterhalt seinen Preis hat.

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